7.2.07

5 Dinge

Ein Stöckchen traf mich vor einigen Tagen ziemlich schwungvoll mitten im Gesicht – danke Zicklein! – und ich mußte es erstmal abschwellen lassen, bevor ich wieder in der Lage war, ein paar Zeilen zu tippen :)
5 Dinge, die die Leser meines Blogs noch nicht von mir wissen.
Gehhhht nicht! Zu viele zu gute Freunde lesen das hier. Die wissen doch eh fast alles. Aber vielleicht hab ich Glück und der ein oder andere Punkt ist noch unbekannt, oder zumindest in seiner unglaublichen Dimension so nicht erwartet :)
Wir werden sehen.

1. Der schwarze Fleck auf meiner Seele
Seit ich denken kann, interessiert mich das Leben der anderen. Bei meiner Oma lag immer die Freizeitrevue. Ein furchtbares Blatt – ohne Frage – aber durchgeguckt habe ich sie immer gerne. Irgendwann vor ca. 4 Jahren gab ich der heimlichen, verpönten Begierde nach und kaufte mir eine Gala. Einmal getan, war das Eis gebrochen und ich gönnte mir den Ausflug in die Welt der Schönen und Reichen einmal wöchentlich. Jetzt ist es noch schlimmer geworden. Ende 2006 schwor ich der Gala ab und gehe seitdem fremd mit ihrer billigen Freundin – der InTouch. Ein Traum. Keine Kochtipps, keine seitenlangen Werbestrecken, keine unnötigen Berichte über den Einrichtungsstil irgendeines B-Promis in der Toscana, sondern nur blanke, auf kleinsten Raum gepresste Klatschgeschichten. Wahr oder Unwahr ist mir egal. Ich will Frisuren sehen, teure Kleider an perfekt gemachten Körpern, ungeschminkte Superfrauen und dreckige Details. Ja, ich schäme mich dafür, aber ich kann es einfach nicht lassen. Für mich ist das Durchblättern eines solchen Dreckblättchens wie ein 20-minütiger Urlaub. Und danach kann damit prima Stiefelschafte auspolstern.

2. Sonntags gibts Klassik
Der Name dieses Blogs kommt natürlich nicht von ungefähr. Meine große Liebe ist der Rock 'n' Roll. Je lauter, je wilder, je krachiger, desto besser. Es wird schlimmer von Jahr zu Jahr. Eigentlich heißt es doch, dass man ruhiger wird, ebenso die Musik, die aus den Lautsprechern schallt, aber nein, es wird immer schlimmer. Jetzt schreien sie sogar schon! Aber am Sonntag – am Sonntag gibts Klassik. Jawohl. Das ist Kindheit, das ist Familienfrühstück, das gehört so! Fideldi.

3. Schokolade rox
Ich könnte nicht auf sie verzichten. Niemals. Wenn dieser innere Druck kommt, dieses Kitzeln in der Oberbauchgegend und das Taubwerden der Fingerkuppen (nur leicht übertrieben) – dann brauche ich sie. So schnell wie möglich. Je süßer und pervers gefüllter, desto besser. Mit der ganzen 80% Schoki, die jajajaaaa gesünder ist und irgendwie auch schicker, erwachsener und hastenichgesehen kann ich nicht. Ich will dann SCHOKOLADE. Keine vorsichtigen 2 Stückchen, die ich langsam im Mund zergehen lasse, nein, dann will ich RIIICHTIIISCH Schokolade. Unter 3 Riegeln geht dann gar nix! Wenn ich in solchen kritischen Momenten keine finde (was sehr selten vorkommt und meist dann aufgrund irgendeiner versuchten Gesund-ernähren und-ganz-dünn-werden-Phase) werde ich ausfallend, unruhig und höchstaggressiv. Ich lasse es nicht drauf ankommen, aber in solchen Momenten würde ich sicher für eine Tafel "Ganze Mandel" töten.

4. Wuff!
Ich gehe auf die 30 zu. An was denkt da eine Frau? Naaaa? Bridget Jones? An Hochzeit? Kinder? Ramtamtam?
Ich nicht. Ich will einfach nur einen Hund. Einen respekteinflößenden, struppigen Gefährten – also neben meinem Hasen ;) – eine richtige Promenadenmischung. Ich wünsche mir eine dicke Nase, die mir morgens ins Gesicht gepresst wird, ohrenbetäubendes Gejaule, wenn ich die Leine in die Hand nehme, einen 40-Kilo-Kopf, der auf meinem Knie liegt, wenn ich auf der Couch lümmel, einen nicht auszuhaltenden Geruch in der Wohnung nach dem Waldspaziergang im Regen und alles was noch so dazugehört. Meine Arbeit läßt diesen großen Traum seit Jahren nicht wahr werden, aber lange mach ich das nicht mehr mit. Manche werden doch auch einfach schwanger und es geht dann alles – irgendwie. Und ist toll. Aaaaalso. Ich denke positiv, schaue fleißig "Tiere suchen ein Zuhause" und verliebe mich wöchentlich in mindestens 2 dunkle, warme Hundeaugen. Mein allergrößter Wunsch und mein Ziel für die kommenden 2 Jahre. Wenn ich 30 bin, habe ich einen Hund! Je größer – desto besser. Der Stadtwald ist schließlich nur einen Steinwurf *räusper*entfernt und ich habe schon potentielle Hundesitter, die im Notfall den gut erzogenen Elvis Gassi führen :)

5. Macke ahoi.
Das wurde hier irgendwann schonmal diskutiert, beim Thema "seltsame Ticks", deshalb wissen es vielleicht schon die meisten, die das jetzt lesen. Ich drehe Klopapierrollen in die richtige Drehrichtung. ICH KANN ES AUF DEN TOD NICHT AUSSTEHEN, wenn die Klopapierrolle nicht in Abrollrichtung nach vorne aufgehangen ist. Ich löse die Rollen dann selbst aus den kompliziertesten Kneipen-Klopapier-Abroller-Mechanismen heraus und drehe sie richtig rum....es gibt keinerlei logische Erlärung für die Abneigung gegen nach hinten (also direkt an der Wand) abrollende Klorollen.....isch weeßet doch ooch nich!


So, und jetzt seid Ihr dran: Lisa + Topf

3 Comments:

Blogger fab1An said...

Das mit den Klorollen kann ich nachvollziehen. Ich korrigiere das auch grundsätzlich. Und: Auf den fiesesten Kneipentoiletten gibt es meist gar kein Toilettenpapier ;-)

4:49 PM  
Blogger eva said...

bei den JUNGS gibbet keins. Bei uns schon ;)

BRAVES LIA! Sehr schön. Habe gelacht. Werde an Elvis denken, wenn ich den nächsten sympathischen Hund sehe.

12:18 AM  
Blogger blogglik™ said...

Bei Genauigkeits- und Korrektheitsneurotikern wie fab1 und mir würde das ja auch keinen überraschen, wenn wir Klorollen drehen. Ich drehe auch. Allerdings gar nicht, weil ich es nicht ertragen könnte, sondern einfach weil es unproktischer ist (kleine Wortspiel).

Wenn man mit EINER Hand und einem zügigen Ruck n Blatt abtrennen will, geht das viel kontrollierter mit etwa 45° von der Rolle abgeneigtem Blatt als mit von hinten um die Rolle gelegtem Blatt. Und da man mit so ner Rolle (als Mann) ja auch gut und gerne mal nen Monat verbringen kann, wär das ja sehr nervig.

Schokolade? Absolut!!!!!!!!eins1!!!11elf!!!!

5:36 PM  

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