5.5.03

Jaja, die Mannen..........

Immer groß und stark und Beschützer wollen sie sein, aber wenn es darum geht ein kleines Babytierchen von seinen Qualen zu erlösen, ziehen sie ALLE den Schwanz ein. Der Anfang der Geschichte: Anne und ich machen Mittagspause am sonnigen Hafenbecken. Eine 10 köpfige Geschwisterschar von Babyentchen läuft schreiend um das Hafenbecken. Von der Mutter keine Spur. Dann glauben sie diese im Wasser zu sehen und springen alle, wie die Lemminge hintereinander die mind. 10 Meter hohe Kaimauer vom Hafenbecker runter. Unten ist aber kein Wasser, sondern Beton. Seltsamerweise, rappeln sich 9, nach kurzer Benommenheitsphase wieder auf und springen ins Wasser. Eins bleibt liegen und dreht sich wie bescheuert. Kann nicht mehr laufen, kann eigentlich gar nix mehr, ist aber leider noch am leben.
Damit war meine Mittagspause gegessen. Das Essen musste ich wegwerfen. Anne und ich sind runter zum kleinen Etwas.und haben es mitgenommen, nachdem wir mindestens 6 Männer gerfragt haben, ob sie es eventuell mit einem der großen Stein von seinen Qualen erlösen könnten. "Isch töte doch keine Tiere!" und "Mach doch selber!" war das einzige was wir zu hören bekamen. Tja, selber machen konnten wir es aber auch nicht und liegenlassen in der prallen Sonne ging noch weniger! Also rein in ein Pulli-Nest und ab zur Agentur, in der Hoffnung hier dreht ihm einer den Hals um oder so. Nein! Die starken Männer waren ganz schnell in ihren Büros verschwunden und das arme Viech drehte sich kreischend in unserer Hand. Irgendwie war sein Kopf verdreht oder so. Daniela und Anne machten der Qual endlich ein Ende. Ab in die Papptüte mit dem kleinen Wurm und einmal mit dem Auto drüber. Unser Tach ist zwar jetzt gelaufen, aber das Würmchen ist wenigstens schmerzfrei im Himmel. ................nur die 9 kleinen Geschwister suchen vielleicht noch immer laut kreischend nach ihrer Mama. *schluchz*

---------kurze unwichtige Anmerkung:auch ich beuge mich der Mehrheit: die Groß- und Kleinschreibung ist zurückgekehrt.